Menino Caçador
Lourenço e Lourival
Junge Jäger
Wenn ich ein Rennen höre, das den Hang hinunterstürzt,
Erinnere ich mich an den Goianinho, als er fünfzehn war.
Sein Vater drehte sich um und sagte: "Hier, nimm meine zwei Flinten."
Begleite die Jäger, denn ich kann sie nicht mehr sehen.
Er schnallte sich eine Patrone um die Hüfte
Und sagte zu seinen Kameraden: "Schaut nicht auf meine Größe.
Ich glaube fest, dass dieser Junge gut abschneiden wird.
Wenn er nach dem Vater kommt, ist das Geschoss sicher."
In diesen dunklen Wäldern, wo die Jaguare lauern,
Ließen sie die Amerikaner direkt am Fuß eines Hügels frei.
Der Jaguar gab ein Geräusch von sich, das die Erde erzittern ließ.
Der mutige Goianinho wartete allein.
Als das Rennen begann, erschütterten zwei Schüsse die Region.
Goianinho war schnell und traf ins Herz.
Der Jaguar kam durch den Rauch in seine Richtung.
Und in einem tödlichen Kampf rollten sie beide in einen Abgrund.
Mein Körper schaudert, wenn ich an diese Szene denke.
Goianinho lag tot am Fuß eines Zweiges.
Ein Stück weiter lag der Jaguar, der Schrecken dieser Gegend.
Die Hunde schwiegen in der letzten Ehrung.
In dieser weiten Bergwelt hat nie wieder jemand gejagt.
Nur die Zikaden singen an diesen heißen Nachmittagen.
Ein Horn aus der Ferne erfüllt das Herz mit Schmerz.
Durch den Klang sagt das Volk, dass es der Junge Jäger ist.