Pena mulata
Homero Manzi
Schmerz der Mulattin
Schmerz der Mulattin
der sich losreißt
unter dem Kleid
aus besticktem Stoff.
Schmerz der Milonga,
der nur kurz verweilt,
mit traurigem Stöhnen
erfüllt er die Nacht im April.
Wie ein Spiegel,
glänzend und alt,
strahlt die Haut
des Tänzers.
Scharlachrote Nelke,
die das Verlangen verrät,
zitternd im Kleid
einen fleckenartigen Karmineindruck.
Deine Mutter starb aus Liebe
im Tambour-Viertel.
Ein Weg aus Abwesenheit
eröffnete ihr das Messer eines Räubers.
Dein Vater starb im Schatten,
um diese Verrat zu rächen.
Mulattin, geboren wurde dein Stern
unter einem Himmel aus Trauerflor.
Licht des Wahnsinns
strahlt in der Dunkelheit
im harten Blick
des Tänzers.
Alkohol der Sehnsucht,
das mit dem Klang des Tanzes
Rachegefühle anheizt
unter dem Haar.
Arme Braune,
blühte in deinen Adern
eine ruhige
karmesinrote Blume.
Rachsucht im Verborgenen,
Pinsel des Neids
zeichnet in deine Brust
einen karmesinroten Fleck.
Deine Mutter starb aus Liebe,
weiße Seele und schwarze Haut.
Mulattin, ihre Lippen
waren der Zorn eines Räubers.
Dein Vater starb im Schatten,
um diese Verrat zu rächen.
Mulattin, geboren wurde dein Stern
unter einem Himmel aus Trauerflor.
Schmerz der Mulattin,
der sich losreißt
unter dem Kleid
aus besticktem Stoff.
Schmerz der Milonga,
der nur kurz verweilt,
mit traurigem Stöhnen
erfüllt er die Nacht im April.