Trenzas
Homero Expósito
Zöpfe
Zöpfe,
Zarte Seide deiner Zöpfe,
Mond im Schatten deiner Haut
und deiner Abwesenheit.
Zöpfe, die mich banden im Joch deiner Liebe,
Joch fast weich von deinem Lachen, deiner Stimme...
Feine
Güte meiner Routine,
fand ich dein Herz
an einer Ecke...
Zöpfe in der Farbe von bitterem Mate,
die meinen grauen Schlummer versüßten.
Wohin ist deine Liebe der Wildblume gegangen?
Wohin, wohin ist sie gegangen, nachdem ich dich geliebt habe?
Vielleicht musste mein Herz dich verlieren
und so wächst meine Einsamkeit, um dich zu suchen.
Und ich weine so
müde vom Weinen,
verflochten mit deinem Leben
mit Zöpfen der Angst... ohne dich!
Warum muss ich lieben
und schließlich gehen!
Kummer,
alte Angst meines Schmerzes,
unvollständiger Satz deiner Stimme,
die mich fesselt...
Kummer, der mich mit Worten ohne Groll füllt,
Flamme, die dich ruft mit der Flamme der Liebe.
Zöpfe,
Zarte Seide deiner Zöpfe,
Mond im Schatten deiner Haut
und deiner Abwesenheit,
Zöpfe,
grausamer Knoten aus rohem Leder,
die mich an deinem stummen Abschied banden...