Igual que una sombra
Enrique Cadícamo
Genauso wie ein Schatten
Heute sah ich sie nach einem Jahr,
hoy kreuzte sie meinen Schmerz.
Sie war wunderschön, meine zarte Puppe,
ging an der Seite eines anderen Besitzers, meinem Traum;
jenem Traum meines Lebens.
Doch ihr Herz war gleich,
wie in meiner Liebe immer ist,
und in meinen sternlosen Nächten
ist sie mein großer Schmerz.
Sie ist ein Schatten,
der meine Stirn trübt,
wenn ich, ohne es zu wollen, ihren Namen nenne.
Sie ist meine Vergangenheit, sie ist meine Gegenwart.
Und ich kann sie nicht aus meinem Kopf löschen.
Sie in meinen Strophen,
sie in meinen Ängsten,
sie in meinem Schmerz als Poet;
wie graue Wurzeln des Tangos,
ist sie in meinem Herzen.
Wieder kommt der Winter,
und mein Leben ohne Liebe.
Ihr ersehnter Ruf ertönt nicht mehr,
und ich höre ihre Zärtlichkeiten nicht, so rein.
Wie leer bin ich geblieben!
Doch es ist gleich, mein Herz,
in meiner Liebe ist sie immer,
von ihr sind meine traurigen Verse,
Tangos des Schmerzes.