Le Toréador
Charles Aznavour
Der Torero
Du liegst mit verlorenem Blick
Leichenblass und erbärmlich
Der Körper halb entblößt
Bedeckt mit einem weißen Tuch
Dein Lichtkostüm
Wurde jämmerlich weggeworfen
Von Staub beschmutzt
Und mit Blut befleckt
Der Kampf geht weiter
Während du deine Seele aushauchst
Schade um den Besiegten
Er hat sein Schicksal verdient
Und der Name des Siegers
Den die Menge bejubelt
Durchdringt deinen Körper
Mehr als der Schmerz
Du wirst nie wieder sehen
Die berauschenden Kämpfe
Unter einer sengenden Sonne
Die dir die Augen stechen
Du wirst nie wieder sehen
Die reizenden Mädchen
Die auf den Rängen stehen
Und dich wie einen Gott feiern
Du wirst nie wieder fühlen
Dieses seltsame Gefühl
Aus einer merkwürdigen Mischung
Von Angst und Stolz
Wenn du in der brennenden Arena
Mit edlem Schritt gingst
Während ein Paso Doble
Deinen Eintritt begleitete
Das Biest hat gesiegt
Über deine stolze Haltung
Es hat deinen Namen beschmutzt
Es hat dein Leben ruiniert
Dein wunderbares Aussehen
Und deine stolze Arroganz
Sind in die Späne gefallen
Und der gerötete Sand
Deine Nägel sind vergraben
Im Holz deiner Liege
Und allein, verlassen
Siehst du den Tod kommen
Dieses Mädchen der Liebe
Das dir an den Lippen klebt
Um dir deine Tage zu stehlen
Indem es deinen Körper besitzt
Du wirst nie wieder sehen
Das heiße Andalusien
Wenn die kalte Erde
Sich auf dich stürzt
Du wirst nie wieder sehen
Diese verrückten Tänzerinnen
Diese Flamenco-Sänger
Mit ihren pathetischen Stimmen
Eine Ikone stirbt
Eine andere nimmt ihren Platz ein
Du hast dein Gesicht verloren
Und deinen Schicksal besiegelt
Denn Ruhm ist vergänglich
Und wenn man glaubt, er gehört einem
Bietet er sich einem anderen an
Und es bleibt nichts übrig