Tinta roja
Cátulo Castillo
Rote Tinte
Wand,
rote Tinte im Grau
von gestern...
Deine Emotion
von fröhlichem Ziegel
in meiner Gasse
mit einem Fleck
malte die Ecke...
Und an den Knopf,
der in der Weite der Nacht
das Ende der Runde setzte
wie eine Brosche...
Und jener karminrote Briefkasten,
und jener kleine Ort,
wo der Italiener weinte
um seine ferne blonde Liebe,
die er mit gutem Wein tränkte.
Wo wird mein Viertel sein?
Wer hat meine Kindheit gestohlen?
In welcher Ecke, meine Mond,
wirst du wie damals
deine klare Freude ausgießen?
Bürgersteige, die ich betrat,
Schurken, die nicht mehr sind,
unter deinem Satin-Himmel
wacht ein Stück
meines Herzens.
Wand,
rote Tinte im Grau
von gestern...
Sprudelnd
von meinem unglücklichen Blut,
das ich in den Geranien
von jenem Balkon
vergoß, der es verbarg...
Ich weiß nicht,
ob es das Schwarz meiner Sorgen war
oder das Rot deiner Adern,
mein Blutverlust...
Warum kam es und ging es
hinter dem Karmin
und dem Grau,
ferner Ort,
wo ein Italiener weinte
um seine Nostalgien von gutem Wein.