El Forastero
Atahualpa Yupanqui
Der Fremde
Weil ich nicht von hier bin,
werden sie mich als Fremden beschuldigen,
als wäre es eine Sünde,
so zu leben wie der Wind.
Woher die Winde kommen,
woher der Tau kommt,
der die Weiden küsst
auf der Ebene und dem Hügel.
Ich komme von überall her,
auf den Wegen des Traums,
wie die Rosen im Mai,
wie die Jasminen im Januar.
Ich gebe, was ich geben kann,
und manchmal gebe ich mich ganz,
wie das Glück in den Tälern
und der Kummer in den Wüsten.
Ich sammle Sterne in der Nacht
und fädele sie im Schatten auf,
mit ihnen mache ich eine Kette,
um sie einer Landfrau umzuhängen,
die mich nie als Fremden
fühlen würde.
Und ich gehe auf allen Wegen,
auf den Wegen des Tals, auf den des Hügels
und auf denen, die man nicht sieht,
und die tief im Herzen wandern.
Die Leute sehen mich vorbeigehen
und nennen mich Fremden,
nur meine Ohren hören,
denn meine Seele ist weit weg.
Sie schaut auf diese Welten,
die die Blinden nicht sehen,
auch wenn sie voller Licht sind
und schöne Augen haben.
Wo auch immer ich gehe,
zerstreue ich meine Träume,
egal was die anderen sagen,
da geht ein Fremder vorbei.