O Ardinita
Raquel Tavares
Oh Mutterchen
Oh meine Mutter, meine Mutter
Oh meine Mutter, meine Geliebte
Wer eine Mutter hat, hat alles
Wer keine Mutter hat, hat nichts
Der Ardinita, der João
Stand sehr fröhlich auf
Weil er früh sein musste
Vor der Redaktion
Er biss in ein Stück Brot
Das ihm sehr gut schmeckte
Bevor er jedoch ging
Küsste er die schlafende Mutter
Und sagte: Ich gehe ins Leben
Oh meine Mutter, meine Mutter
Die Mutter mit all ihrer Zuneigung
Segnete ihn, küsste ihn
Und riet ihm dann
Immer sehr vernünftig zu sein
Pass auf auf dem Weg
Rauche nicht, wirf nichts weg
Kannst beruhigt sein
Sagt er, um sie zu täuschen
Und verabschiedete sich wieder
Oh meine Mutter, meine Geliebte
Er durchquerte ganz Madragoa
Zufrieden pfeifend
Eine Volksweise
Von Santo João in Lissabon
Dabei dachte er; wie gut
Ist meine Mutter und doch
Wie ich sie täusche, sie belüge
Und ihr lüge, das arme Ding
Ich liebe diese alte Dame so sehr
Wer eine Mutter hat, hat alles
In diesem widerlichen Slang
Der Gauner-Sprache
Gibt es ein Stück Hommage
In diesem unschuldigen Mund
Ein Marsch für die Zeitung, zufrieden
Immer mit erhobenem Geist
Und da ihm der Slang gefällt
Wiederholt er, wie ich sie liebe
So sehr will ich sie, so sehr liebe ich sie
Wer keine Mutter hat, hat nichts.