Doroga Sna
Melnitsa
Weg der Träume
Gieß noch Wein ein, mein himmlischer Bruder,
Sieh - der volle Mond geht auf;
Im Glas plätschert der Dampf des hopfigen Silbers,
Ein Schluck - und es ist Zeit für uns,
Uns im Wirbel auf dem Weg der Träume...
Auf dem Weg der Träume - treibe das Pferd an; hier funkelt das Gras wie Stahl,
Blut - roter Farbton am Ende des Hufes.
Das ist für dich und für mich - zwei Hufe für die, die wurden
Zu Geistern des Windes für die Ewigkeit.
So lass uns noch trinken - es ist Zeit bis zum Morgen,
Und der Weg vor uns ist so lang;
Du bist mein unsterblicher Bruder, und ich deine Schwester,
Und der Wind ist frisch, und die Nacht ist dunkel,
Und wir haben den Weg gewählt - den Weg der Träume...
Auf dem Weg der Träume - leiser Klang der Hufe, der Nebel liegt wie ein Mantel auf den Schultern,
Der Frost ist zur Krone auf der Stirn geworden.
Mit dem Scharfsinn des Regens, im Schatten der Wolken - sind wir mit dir leichter geworden,
Als die Feder eines Falken im Flügel.
So lass uns noch trinken, mein junger König,
Ein wilder Schicksal ist uns beschieden;
Kein Glück, keine Liebe, kein Leid und kein Schmerz -
Nur der Mond, nur der Schneesturm,
Und vor uns windet sich der Weg der Träume...
... Weg der Träume
Auf dem Weg der Träume - vorbei an der Welt der Menschen; was kümmert uns Adam und Eva,
Was kümmert uns, wie die Erde lebt?
Nur niemals, mein Bruder-Zauberer, wirst du deine Königin finden,
Und ich werde meinen König nicht finden.
Und um zu vergessen, dass mein Blut hier kälter ist als Eis,
Bitte ich dich - gieße noch Wein ein;
Sieh - am Grund leuchtet der Abschiedsstern;
Ich werde das Glas bis zum Boden leeren...
Und mit leichtem Herzen - auf dem Weg der Träume...
... auf dem Weg der Träume...
... auf dem Weg der Träume...