Assombra
Mari Merenda
Schatten
Der Schatten
Schleicht über die Oberfläche
Wie ein Flüstern
Über die Mauer
Und deckt auf, was existiert
Er ist wie ein Wind
Ein Pulsieren
Das niemals berührt
Weiß es gut
Doch kommt nur dann
Wenn man zurückblickt
Der Schatten folgt
Säuft, was man nicht sieht
Wie ein Netz
Fließt die Ader
Lässt dich nicht vergessen
Macht dich verrückt
Benebelt, wenn er dich bedeckt
Verschwindet
Wenn er wächst
Das Licht dich überflutet
Geht seinen Weg
Weiß, dass er allein ist
In diesem Nest
Das du gepflegt hast
Geht und späht nicht
Der Schatten, den er schafft
Und das Gewebe, das spinnt
Das Leben, das vergangen ist
Der Schatten
Fühlt und trocknet
Was übergelaufen ist
Wenn er dich berührt
Ruft er dich
Wenn er sieht, dass er dich geweckt hat
Und er bewegt sich
Wächst wie Unkraut
Wie Gras auf dem Boden
Nehm dich nicht zu Herzen
Denn er kleidet dich
Und führt dich in die Dunkelheit
Tritt in den Weg
Ganz langsam
Komm leise näher
Bald hat er sich angeschmiegt
Wie jemand, der atmet
Er spioniert dich aus
Nimmt dich ins Visier
Er hat dich getroffen