Jesús De Chamberí
Mägo de Oz
Jesus von Chamberí
Es war eine kalte Nacht im April
Der Himmel war voller Schatten
Der Regen machte Liebe und streichelte Madrid
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte in Chamberí
Aus seinem tiefen Schlaf erwachte er
Liegt auf einer Bank mitten im Platz
Eingehüllt in Laken aus Kälte und Karton
Sein Zorn liegt offen und in seinem Blick die Vernunft
In seinem Blick die Vernunft
Hört mein Wort
Ein neues Gebot gebe ich euch
Stürzt die Nationen
Mit Toleranz und Schlägen der Liebe
Mein Reich ist nicht von dieser Welt
Und in meinem Heimatland geht die Sonne nicht unter
Wo der Frieden abbricht, da entstehen seine Grenzen
Mein Heer ist der Instinkt und mein Richter das Herz
Meine Politik ist die Freiheit
Ich bin der König der Unterdrückten
Für jeden Gewissensgefangenen, den ihr einsperrt
Fesselt ihr Angst und Unwissenheit an eure Haut
An eure Haut fesselt ihr
Hört mein Wort
Ein neues Gebot gebe ich euch
Stürzt die Nationen
Mit Toleranz und Schlägen der Liebe
In einer Gasse
Verkauft Sara ihre Liebe
Vermietet AIDS bis zwei Uhr
Bettelt zu Gott, dass er ihren Schmerz lindert
Ihren Schmerz
Ihren Schmerz
Flieht vor dem Sex, sagt ein Prediger
Denn er ist böse und Quelle der Sünde
Ich lasse euch ein neues Gebot: macht Liebe
Und setzt dem Feld keine Türen, die ich nicht gesetzt habe
Als Jünger wählte er zwölf
Zwei Prostituierte, fünf Ex-Häftlinge
Zwei schwarze Einwanderer und einen Rockpoeten
Peter, den Obdachlosen, und einen minderjährigen Drogenabhängigen
Einen minderjährigen Drogenabhängigen
Hört mein Wort
Ein neues Gebot gebe ich euch
Stürzt die Nationen
Mit Toleranz und Schlägen der Liebe
Hört mein Wort
Ein neues Gebot gebe ich euch
Stürzt die Nationen
Mit Toleranz und Schlägen der Liebe
Hört mein Wort
Ein neues Gebot gebe ich euch