Que Fue de Los Cantautores
Luis Pastor
Was wurde aus den Liedermachern
Was wurde aus den Liedermachern?
Wir waren so freiheitsliebend, fast revolutionär.
Naiv wie mutig, grinsende Burschen ohne Bart.
Das Beste aus jedem Haus, das schwarze Schaf, das die Tradition hinter sich lässt.
Gegensätzlich zur Strömung, von der Insel zum Kontinent, das war das neue Lied.
Wir waren gute Leute, kluge Hinterwäldler.
Exzentrische Bärte, Arbeiter aus dem Viertel.
Fortschrittliche Studenten, die von einem Lied träumten,
Und die Utopie lebten, überzeugt, dass eines Tages die Revolution kommen würde.
Wir lernten, das Leben mit einem Lächeln zu teilen,
Den Himmel in einer Berührung, den Kuss in einem Moment der Leidenschaft.
Wir säten Lieder in diesem öden Land,
Und die Poesie blühte auf, wir füllten die Stadien.
Und bei vielen Stadtfesten erklang unsere Melodie.
Nachmittage und Nächte des Ruhms, die unsere Geschichte veränderten,
Und dieses Land der Hinterwäldler, Faschisten mit Brustbehaarung,
Pfaffen und gehorsame Nonnen, graue und Zivilgardisten,
Beamte mit Schnurrbärten und Schmarotzer mit Orden,
Im Dienst einer Kaste, die dein Geld kontrollierte,
Deine Angst und dein Herz.
Patrioten mit Fahnen, Spanier erster Klasse,
Von dem wahren Spanien, dem so edlen und wilden,
Das ein anderes zur Strecke brachte. Arm hoch und dem Sonnenlicht ins Gesicht,
Treue zum Bewegung, zur Größe und zum Talent des kleinen Diktators,
Der durch Gottes Gnade Führer Spaniens war.
In fremden Arenen, alles änderte sich plötzlich.
Die Politiker an der Spitze der Truppe zum Troubadour,
Die Wahrheiten wurden vertauscht, so viel du verkaufst, so viel bist du wert, und die Transition kam.
Die Demokratie ist der Hit, Liedermacher, in deine Schützengräben,
Mit Lorbeerkranz und Ehrenzeichen.
Aber mach nicht weiter Lärm, denn dein Vers reißt nicht mit,
Und deine Zeit ist schon vorbei.
Was wurde aus den Liedermachern?
Fragen mit seltsamem Blick alle vier oder fünf Jahre verwirrte Journalisten,
Die uns aus den Augen verloren und unsere Stimme begraben haben.
Und so gehen sie seit über dreißig Jahren mit der Frage um, die mir auf die Nerven geht.
Notiert euch das, meine Herren, ich wiederhole es nicht mehr.
Einige sind Abgeordnete, Präsidenten, Stadträte, Ärzte und Lehrer,
Oder arbeiten als Berater in der Autorenvereinigung.
Andere sind da und singen nicht, andere singen und sind nicht da,
Es gibt welche, die sich zurückgezogen haben, einige, die schon gestorben sind,
Und andere, die noch geboren werden müssen.
Junge Leute, die jetzt auch Studenten sind,
Arbeiter aus dem Viertel, die durch die Stadt ziehen,
Eine CD unterm Arm, die Gitarre über der Schulter,
Zehn Euro in der Brieftasche, singen von Bar zu Bar.
Oder diese poetischen Rapper, die in ihren Pamphleten anprangern,
Eine andere soziale Realität.
Und Frauen, man weiß es nicht,
Und vor allem, wenn wir von den ersten Glorreichen sprechen,
Die den Mut und die Eier hatten,
Auf eine Bühne in diesem ländlichen Spanien zu steigen.
Was wurde aus den Liedermachern?
Hier bin ich, meine Herren,
Wie in meinen besten Zeiten, singend, was ich kann.
Und obwohl es im Winter kalt ist, bleibt mir der Frühling,
Ein April zum Warten und ein großes Glück im Herzen.
Was wurde aus den Liedermachern?
Hier bin ich, meine Herren,
Immer noch lebendig und aktiv,
Und in diesen Versen singen wir unsere Wahrheiten von gestern,
Die die Gegenwart sprenkeln und der stinkenden Scheiße, die uns an den Füßen hochkriecht.
Was wurde aus den Liedermachern?
Von den vielen, die wir waren? Von den wenigen, die geblieben sind?
Von denen, die noch widerstehen? Von denen, die nicht aufgeben?
Hier sind wir, jeder in seinem Schützengraben,
Machend aus der Poesie unser tägliches Brot.
Die Katze hat sieben Leben,
Auch wenn sie keine Mäuse fängt.
Es gibt noch Liedermacher für eine Weile,
Liedermacher, zu deinen Liedern.
Schuster, bleib bei deinen Leisten.