Cría Cuervos
Rocío Jurado
Zieh die Raben groß
Ich sagte dir, mein Freund
wegen der Liebe, die ich dir schenkte,
geh nicht von meiner Seite.
Du hast meine Worte nicht gehört
und bist mit einer anderen gegangen,
ohne mich auch nur anzusehen.
Sieh, wie ich dafür bezahle,
für die Zuneigung, die ich dir gab,
Christus lebt, um zu vergeben
und starb gekreuzigt.
Oh, Schmerz, ach!
Zieh die Raben nach deinem Willen,
damit sie dir die Augen rauben
und blind, blind,
auf den Wegen der Welt wirst du ausgelöscht.
Du bist ein verkleideter Rabe
wie ein Dieb im Taubenkleid,
und deine Worte sind wie Dolche,
die mir mit den Nägeln
meine Herzgewebe zerreißen.
Oh, Schmerz, ach!
Todesstrafe für den Dieb,
oh, oh, oh!
Weil ich am Boden liege,
weil ich besiegt bin,
wirfst du Steine auf meine Stirn.
Komm und versteck die Hand nicht,
denn es ist viel christlicher,
als sie mutig zu werfen.
Ich habe die Hoffnung verloren
mit dem Preis, den du mir gegeben hast,
deine Verräterei ist ein Speer,
eingebohrt in meine Seite.
Oh, Schmerz, ach!
Dich so sehr geliebt zu haben
und jetzt diesen Kummer allein zu trinken,
allein, allein,
mit meiner Blindheit, die ein eingeklemmter Dorn ist.
Komm und sag die Wahrheit,
mal sehen, ob du die Gründe siehst
und dass die Leute nicht lange brauchen,
zu erfahren, dass du feige bist
und mich hinterhältig getötet hast.
Oh, Schmerz, ach!
Todesstrafe für den Dieb,
oh, oh, oh!