Froid
Chimène Badi
Kälte
Kalt, der Blick der Menschen auf die Menschen
Kalt, an unseren Fingern die traurigen Diamanten
Kalt, die Körper, die in alle Winde schlafen
Der Stahl der Gewehre noch brennend.
Gerade, im rechten Winkel die Gefühle
Kalt, wie ein Gemälde von Mondrian
Kalt, trotz der Erderwärmung
Das tiefblaue der Ozeane.
Die Welt macht mir kalt den Rücken
Kalt unter meinen Pullovern und Mänteln
Und dann lege ich mich gegen dich
Und nackt habe ich keine Kälte mehr.
Die Welt macht mir kalt den Rücken
Eine Kälte, die die Vögel erschießt
Und dann die Sanftheit deiner Hände
Und der Sommer kehrt zu mir zurück.
Kalt, zu oft der Atem der Zeit
Kalt, diese Worte, die man uns hundertmal gesagt hat
Diese Versprechen der Ewigkeit
Die sich in einem Moment auflösen.
Kalt, die Träume, die das Leben uns reicht
Kalt, das Glück, das das Geld schafft
Kreuz, aus Holz und Eisen
Und wenn wir lügen, möge die Hölle uns sanft verbrennen.