Asturias
Ana Belén
Asturien
Asturien, wenn ich könnte,
wenn ich wüsste, wie ich dir singen kann.
Asturien, grün von Bergen
und schwarz von Mineralien.
Ich bin ein Mann aus dem Süden;
Staub, Sonne, Müdigkeit und Hunger,
Hunger nach Brot und Horizonten,
Hunger.
Unter der ausgedörrten Haut
fließen feste Ströme von Blut
und das Herz erstickt,
ohne Möglichkeit, dich zu erleichtern.
Die Augen, blind die Augen,
blind vom ständigen Anstarren
ohne dich zu sehen, Asturien der Seele,
Tochter meiner eigenen Mutter.
Zweimal, zweimal hattest du
die Gelegenheit, dein Leben
in einem Spiel aufs Spiel zu setzen
und beide Male hast du es gewagt.
Wer wird diesen Baum umreißen,
Asturien, jetzt ohne Blätter,
nackt, trocken, fest verwurzelt;
mit seiner tiefen Wurzel.
Der durch ganz Spanien fließt
und uns mit Wut erfüllt.
Schaut, Arbeiter der Welt,
wie sich seine Silhouette abzeichnet.
Gegen diesen unbarmherzigen Himmel,
vertikal und unerschütterlich,
fest auf festem Fels,
zittert sein Fleisch verwundet.
Millionen von Fäusten schreien
ihre Wut in die Lüfte,
Millionen von Herzen
hämmern gegen deine Gefängnisse.
Bereite deinen letzten Sprung vor,
feige, leblos, Tod,
bereite deinen letzten Sprung vor,
denn Asturien wartet auf dich.
Allein in der Mitte der Erde,
Tochter meiner eigenen Mutter.
Allein in der Mitte der Erde,
Tochter meiner eigenen Mutter.