Hera
Alejandro Filio
Hera
Hera, die Tochter von Kronos, badet in der Sonne
Die Göttin der Ehe, die ihren Gott bewacht.
Hera kam zur Erde hinab
Und lief durch das Gras auf der Suche nach Liebe.
Hera, gelassen und still, wartend auf ihn,
Hera, so verliebt wie sie es immer war,
Hera, befeuchtet ihre Lippen
Hera, langsam verwandelnd von Göttin zu Frau.
Hera, schau mich an, schau mich noch einmal an,
Denn ich kann nicht mehr sein, wer ich war.
Hera, schau mich an, Hera, schau mich an,
Hera.
Hera, nachts der Mond, der wächst und vergeht,
Hera, die Mutter, die Witwe und die Pubertät,
Hera, spritzend Sterne,
Hera, wieder Jungfrau, um neu zu beginnen.
Und es war ein Mai-Nachmittag, als Hera ging
Und ohne Angst vor den Blitzen meiner Hand lief sie.
Mein Leben war anders
Hera umarmt mich und vergisst das Gleiche wie ich.