Ikarus
Ikarus, flieg bitte nicht so nah zur Sonne
Deine Flügel aus Wachs wirst du verbrennen und ins Meer fallen
Und ins Meer fallen
Ohne Ruhm
Deine Unschuld tanzt frei nach dem Sonnenuntergang
Lass sie die anderen nicht sehen, sonst können sie sie dir verbrennen
Sie können sie dir entreißen
Deinen Ruhm
Macht Platz, ich komme
Man hörte es zwischen den Wolken: Alles, was fällt, steigt wieder auf
Du könntest es nicht verstehen
Ich ziehe einen Moment vor, mit der Sonne zu fliegen
Eher als ein Leben ohne Wärme zu fühlen
Ikarus wird von der gleichen Angst übermannt, die er nicht loslassen kann
Es ist nicht der Schmerz, vor dem er Angst hat
Sondern davor, nie wieder zu weinen
Sich niemals zu rühren
Für nichts
Macht Platz für das, was ich bin
Ein Licht, das erlischt, aber seht, wie ich strahle
Du könntest es nicht verstehen
Ich bin Schilfrohr, Haken und auch Fischer
Aber heute bin ich der Fisch, der aus seinem Netz entkam
Ikarus fängt Feuer, während er an das Meer denkt
Das ihn mit Liedern erwartet
Gemacht aus Schaum und Salz
Er wird von Glück erfüllt und fällt